, Naschke Maria

Setzlingsmarkt 2025 – Pflanzen, Menschen & gute Stimmung

Am Setzlingsmarkt 2025 trafen sich Pflanzenliebhaber/innen aus ganz Frauenfeld im Gemeinschaftsgarten am Kanalweg. Trotz regnerischem Start zeigte sich das Wetter bald von seiner besten Seite – und mit ihm der Markt: bunte Pflanzenvielfalt, reger Austausch an der Pflanzentauschbörse, neue Ideen für Balkon und Beet und viele Begegnungen machten den Tag besonders. Ein grosses Dankeschön geht an alle Mitwirkenden – insbesondere an Nicole Oswald für die reibungslose Organisation und an unsere engagierten Aussteller/innen: Gärtnerei Forte, Gärtnerei Stifthöfli, Bäckerei Zuckerkuss – und natürlich an alle weiteren tatkräftigen Helfer/innen! Findet hier den kompletten Beitrag und den Zeitungsartikel aus der Frauenfelder Woche.

 

Setzlingsmarkt in Frauenfeld: Pflanzenvielfalt, Begegnung und Sonnenschein

Trotz des Regengusses am Morgen meinte es das Wetter gut mit den Gärtner:innen respektive Besucher:innen des Setzlingsmarktes. Pünktlich zum Start um 12 Uhr klarte es auf, und die Sonne lachte über dem Gemeinschaftsgarten am Kanalweg. Schon vor dem offiziellen Beginn standen die ersten Besucher:innen in einer Schlange an, und innerhalb kurzer Zeit war der Markt voller Leben. Einige Sorten wie Snackgurken und Krautstiele waren bereits nach einer halben Stunde ausverkauft. Besonders gefragt waren dieses Jahr die robusten Tomatensorten für das Freiland, die direkt auf dem Markt erworben werden konnten. Einige Gärtner:innen kamen gleich mehrfach, weil im Beet noch ein weiteres „Plätzli“ gefunden werden konnte.

 

Bereits zum vierten Mal wurde der Setzlingsmarkt vom Verein ogif – Offenes Gärtnern in Frauenfeld in Zusammenarbeit mit Bioterra organisiert. Der Verein ogif engagiert sich mit seinen drei Standbeinen – Gemeinschaftsgarten, Urbane Gärten und das Sagezu-Projekt – für mehr Grün, Biodiversität, Begegnung und Integration in der Stadt Frauenfeld.

 

Auch dieses Jahr konnten sich die Besucher:innen über eine grosse Pflanzenvielfalt freuen: Die Gärtnerei Forte aus Rickenbach war mit einer bunten Auswahl an kräftigen Bio-Jungpflanzen (neu) am Markt vertreten. Die Gärtnerei Stifthöfli aus Nussbaumen brachte wunderschöne, standortangepasste Wildstauden mit. Ihr besonderes Anliegen ist es, die Biodiversität im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse zu fördern, und neue Lebensräume für bedrohte Tiere wie Schmetterlinge, einheimische Reptilien oder Amphibien zu schaffen.

Ein weiteres Highlight war die beliebte Pflanzentauschbörse: Hier wechselten selbst gezogene „Pflänzli“ den Besitzer – teilweise im Minutentakt. „Wow, die Pflanzentauschbörse lief dieses Jahr wirklich heiss!“, staunte eine Besucherin. Die bunte Mischung wurde durch fast professionell beschriftete Pflanzen-Schilder ergänzt, was besonders geschätzt wurde.

 

Neu in diesem Jahr: Graue Saatkugeln – ein Überbleibsel der Küng Biodiversitätstage – weckten das Interesse vieler Besucher:innen. Sie wurden aus den Samenmischungen Bodensee Blütenträume „Butterfly's Garden“ und „Raseblüemli“ (erhältlich im Küng Gartencenter) hergestellt. Diese Kugeln laden dazu ein, sie ganz unkompliziert irgendwo einzupflanzen und so die Biodiversität zu fördern.

Auch kulinarisch war für alles gesorgt: Die Bäckerei Zuckerkuss aus Islikon verwöhnte mit feinen Hot Dogs, hausgemachten Kuchen am Stiel, kreativen Cup Cakes und anderen Leckereien. Viele nutzten die Gelegenheit, sich im Garten auf die Bänke zu setzen, zu plaudern und bei Kaffee und Kuchen den Nachmittag zu geniessen.

 

Der Setzlingsmarkt war daher nicht nur ein Ort zum Kaufen und Tauschen, sondern auch zum Begegnen. Markt-Besucher:innen kamen mit den ogif-Gärtner:innen ins Gespräch über den Gemeinschaftsgarten. Hier und da könnte man sich ausserdem ein, zwei Ideen oder Inspiration für den eigenen Garten mitnehmen. Überall wurde gelacht, beraten, inspiriert. Oder einfach etwas oder ein Kaffee in Gesellschaft genossen. Viel Lob und Dank erhielt auch Nicole Oswald, die Hauptverantwortliche des Events, für die reibungslose Organisation und das grosse Engagement.

 

So wurde der Setzlingsmarkt erneut zu einem lebendigen Ort des Austauschs – mit sozialer, ökologischer und gesellschaftlicher Strahlkraft. Ein fester und wertvoller Bestandteil des Frauenfelder Jahreskalenders könnte man sagen.

 

Für alle Interessierten, die mehr über den Verein OGIF und Bioterra wissen wollen, lohnt sich ein Besuch auf den Websites ogif.ch und bioterra.ch – dort gibt’s viele Informationen rund ums gemeinschaftliche Gärtnern, biologische Vielfalt und aktuelle Mitmachmöglichkeiten.

Hier noch kurz zum Nachlesen:

 

Über den Verein ogif – Offenes Gärtnern in Frauenfeld
Der Verein
ogif.ch setzt sich für gemeinschaftliches, ökologisches Gärtnern in Frauenfeld ein. Mit Projekten wie dem Gemeinschaftsgarten am Kanalweg, Urban Gardening-Initiativen (Hochbeete an 7 Standorten in Frauenfeld) und dem Sagezu-Projekt schafft der Verein ogif Räume für Begegnung, Umweltbildung und nachhaltiges Stadtleben.

 

Über Bioterra
Bioterra.ch ist die führende Organisation für biologisches Gärtnern in der Schweiz. Sie vernetzt Gärtner:innen, unterstützt Bio-Gärtnereien und setzt sich mit Bildungsprojekten, Märkten und Aktionen wie dem Setzlingsmarkt für mehr biologische Vielfalt und Nachhaltigkeit im Garten ein.

 

Unser nächstes gemeinsames Projekt:
Am Samstag, 17. Mai 2025, lädt Bioterra von 10 bis 12 Uhr zu einem Gartenkurs im Gemeinschaftsgarten Frauenfeld ein. Unter der Leitung von Ruth Erbslöh Meier erfahren die Teilnehmenden, wie sie mit Kompost, Mulch, Bokashi und Pflanzenkohle die Bodenqualität nachhaltig verbessern können. Die Anmeldung ist bis spätestens Mittwoch, 7. Mai (eventuell auch ein paar Tage länger) möglich unter www.bioterra.ch („Kurse & Agenda“) oder per E-Mail an winterthur.frauenfeld@bioterra.ch.

 

Wie gestalten Sie Ihr Leben in Frauenfeld grüner? Vielleicht sehen wir uns beim nächsten Pflanzentauschmarkt, Gartenkurs – oder einfach beim Plausch zwischen Beeten im Gemeinschaftsgarten oder bei unseren urbanen Hochbeeten.

 

Danke an die Frauenfelder Woche für den Beiträg über unseren Markt &

Danke an Francis Dercourt & Maria Naschke-Baasner für die Fotos.